An alle Schulleitungen
der öffentlichen Volksschulen,
Mittelschulen, Berufsschulen
und Hochschulen im Kanton Luzern
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Luzern, 1. Juni 2004
Holocaust-Gedenktag 2005 an den Luzerner Schulen
Sehr geehrte Damen und Herren
Gestatten Sie mir, dass ich Ihnen heute ein ungewöhnliches Anliegen
unterbreite. Es geht dabei um den „Tag des Gedenkens an den Holocaust
und der Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit“,
kurz Holocaust-Gedenktag, der am 27. Januar 2004 an den Schulen verschiedener
europäischer Länder erstmals begangen wurde. Das Bildungs-
und Kulturdepartement hat beschlossen, dass sich die Luzerner Schulen
nächstes Jahr unter dem Motto „Erinnern statt vergessen – Handeln
statt schweigen!“ erstmals an dieser vom Europarat lancierten
Aktion beteiligen sollen.
Am 27. Januar 2005 sind auf den Tag genau
60 Jahre seit der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz verflossen.
Im Empfinden Jugendlicher mögen sechs Jahrzehnte eine lange Zeit sein.
Doch die Thematik ist, mit Blick auf jüngste Ereignisse im nahen
Osten, im Sudan oder Tschetschenien, brennend aktuell. Ich bin deshalb überzeugt,
dass die Begehung dieses Gedenktages an allen Schulen ab Sekundarstufe
I Sinn macht, und lade Sie ein, sich mit Ihrer Schule in geeigneter Form
an der Durchführung zu beteiligen. (Selbstverständlich können
auch Primarschulen mitmachen – für sie müssen die entsprechenden
Gefässe besonders sorgfältig ausgewählt und vorbereitet
werden).
Zur Unterstützung der Schulen bei der Vorbereitung hat das Bildungs-
und Kulturdepartement eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ein Konzept
(Beilage) ausgearbeitet hat und weitere Unterlagen bereitstellen wird.
Die Mitglieder stehen zudem als Auskunftspersonen zur Verfügung.
Ich lege Ihnen den Holocaust-Gedenktag 2005 ans Herz,
obwohl ich weiss, dass Sie alle in den nächsten Monaten im Zusammenhang mit den Sparmassnahmen
ohnehin noch mehr als sonst gefordert sind. Doch ich tue es im Vertrauen
darauf, dass Sie das Ziel dieses Gedenktages, nämlich den Respekt
gegenüber Minderheiten und Andersdenkenden zu fördern und die
Menschenrechte zu stärken, voll unterstützen. Schon mit relativ
bescheidenem Aufwand lassen sich, so glaube ich, innerhalb und ausserhalb
des Unterrichts Akzente setzen, welche dem ernsten Thema gerecht werden.
Für Ihre Bemühungen bin ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüssen
Anton Schwingruber
Telefon 041 228 52 01
Telefax 041 210 05 73
anton.schwingruber@lu.ch
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